#12 Kollmann´s Corner „Beweg Dich, Deutschland“- Die Bewegungsstudie

Fast jeder Zweite bezeichnet sich laut Studie als Sportmuffel oder sogar Antisportler. Dabei scheint der häufigste Grund, die fehlende Motivation zu sein. Ein Belohnungssystem im Kopf spielt dabei eine entscheidende Rolle, wenn die Software im Kopf umprogrammiert werden muss.

Seit der letzten Umfage der Techniker Krankenkasse im Jahr 2013 „haben die aktiven Deutschen die absolute Mehrheit zurück gewonnen“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, in seinem Vorwort zum Bericht.

Das ist erst einmal ein positives Statement zu dem Bewegungsverhalten in Deutschland. Deutschland als Handballeuropameister, Fußballweltmeister und aktuell sogar Rodelweltmeister, scheint ein sportbegeistertes Land. Hinzu kommen neben vielen Vereinsangeboten auch die neuen Trends auf dem Fitnessmarkt, die keine Wünsche mehr offen lassen. Ob Einzelgänger oder Gruppensportler, ob kurzes Training oder ausgedehntes Training, für Jeden ist etwas dabei.

Wie kommt es dazu, dass trotzdem mehr als jeder Dritte nicht einmal mehr auf eine halbe Stunde Bewegung im Alltag kommt? Bei 1440min, die uns täglich zur Verfügung stehen, sind 30 Minuten nicht der Rede Wert, oder?

Wenn also der Faktor „Zeit“ keine ausschlaggebende Rolle dabei spielen kann, ob jemand körperlich aktiv ist oder nicht, scheint die Motivation – unser innerer Schweinehund – die Ursache für unseren Bewegungsmangel zu sein.

Wie bereits in meinem Artikel zum Thema „Motivation“ beschrieben, geht auch Prof. Dr. Jan Mayer, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Saarbrücken, darauf ein, dass Motivation „intrinsisch“ sein muss, damit mehr Bewegung in den Alltag integriert wird.

Eine Sinnhaftigkeit in jeder unserer Aufgaben, lässt uns Dinge leichter „anpacken“. Mit der Sinnhaftigkeit sind unsere Ziele und Motive gemeint, die uns antreiben. Das kann eine Krankheit sein, die mit Bewegung therapiert werden kann, oder auch ein Figurziel, dass mit Sport erreicht werden soll.

Ist das Erreichen unseres Ziels, bzw. der Teilziele erreicht worden, setzt ein Belohnungssystem im Kopf ein und es sorgt dafür, dass positive Erlebnisse wiederholt werden wollen. Stellen Sie also sicher, dass die Form der Bewegung Spaß macht und dazu beiträgt, dass Sie Ihre Ziele auch erreichen.

Dann gehören Sie schneller zur absoluten Mehrheit der Aktiven und trotzen Stress sowie den aktuellen Volkskrankheiten Rückenschmerzen und Bluthochdruck.

Nach dem Motto des Ärztekongresses der FIBO (Internationale Leitmesse für Fitness und Gesundheit) im Jahr 2014:

„Bewegung ist die Medizin des 21. Jahrhunderts.“

Alice Kollmann

Ihr Best Practice Institute Team

http://www.best-practice-institute.com

Ein Kommentar

  • Liebe Alice,

    vielen Dank. Natürlich sofort gelesen, Du hattest es ja schon angekündigt. Ich hatte, heute kann ich schon sagen vor Jahrzehnten in unsere Vereinszeitschrift (DAV) auch über unseren treuen Begleiter- den inneren Schweinehund – geschrieben. Ich hatte ich Dir, so glaube ich schon mal davon erzählt, oder? Ich bin an einem regnerischen Februartag startend mit der Frage „warum eigentlich nicht?“ in ein super Marathonjahr (Rad und Laufen) gestartet. Diese Frage gibt mir seit dem immer und zu allem Schwung.
    Dies führte dazu, dass ich immer noch mit Freude, wenn auch heute nicht mehr so intensiv bewege.
    Manchmal war es auch zu viel, was schon einer Sucht gleichkam. Die Balance macht es einfach aus. Komischerweise klappen heute noch längere Distanzen ohne intensives Training- halt nicht mehr so schnell. Ist vermutlich reine Kopfsache geworden, der natürlich auch schon immer auf den Körper gehört hat – aber nicht auf den inneren Schweinehund. Dies habe ich übertragen auf alle anderen Bereiche des Lebens. Nicht „man sollte“, „man müsste“, „man könnte“ sondern die Frage „warum eigentlich nicht?“ ist die Basis der Entscheidung. Sicher es gibt manchmal Gründe, die dagegen sprechen etwas zu tun, der Konjunktiv hingegen darf nicht die Basis sein. Eine der wichtigsten Motivationen, denke ich, ist der erste Sieg über den inneren Schweinehund, die Freude, dies geschafft zu haben -der Kick. Alles weitere, das eigentlich gewollte Ziel -Gesundheit Abnehmen oder andere, nicht auf Sport bezogene etc.- kommt dann und wie ein Wunder fast von selbst. Ich finde es toll, dass es so tolle Leute, wie Dich gibt, die auch so denken.

    Ganz liebe Grüße
    Roland

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