Mobile Learning: Ein Blick auf die Handys bei BPI

Mobile Learning scheint das neue Allheilmittel bei der Weiterbildung zu sein. Der Verkauf einer Mathe-Lern-App macht zwei deutsche Studenten zu Millionären. Dem Markt wird seit Jahren ein riesiges Wachstumspotenzial bescheinigt. Aber wie sieht der Alltag bei der Nutzung von Lern-Apps aus? Wir haben ein Blick auf die Handys bei BPI gewagt.

Welche Lern-Apps nutzen wir?

Neben den zu erwartenden Klassikern „Sudoku“ und „Learn English Karteikarten“ fanden wir noch die Bücherabstracts „Blinkist“ sowie die „ARD Audiothek“.

Resümee: Es war ein ernüchternder Blick auf die Handy-Displays von Personen, die sich tagtäglich mit Lernen und Weiterbildung auseinandersetzen.

Entweder ist das „Mobile Learning“ mehr Hype als wirklicher Nutzen oder wir sind bereits mit über 40 der Zielgruppe entwachsen? Fragen wir mal die Suchmaschine unseres Vertrauens:

In mehreren Studien zu den Themen „Wie lernen wir morgen? Welche Trends werden in drei Jahren das digitale Lernen bestimmen?“ nahmen E-Learning-Experten Stellung, zum Beispiel in der Trendstudie „mmb Learning Delphi“ von 2017.

Unmittelbar hinter dem Spitzenreiter „Blended Learning“, also die Kombination von Präsenztrainings mit elektronischen Lernformaten, liegen „Erklärvideos“ neu auf Platz zwei. Ebenfalls neu in die Liste aufgenommen wurde mit „Micro-Learning“ eine Sammelkategorie für Lerncontent, der während der Arbeit zum schnellen Lernen und zur Lösung von arbeitsspezifischen Problemen genutzt werden kann.

Blended Learning seit mehreren Jahren Spitzenreiter

Auch in der Studie der TU Ilmenau von 2016 sind sich die Experten einig, dass Mobile Learning in den nächsten 10 Jahren die Bildung nachhaltig verändern kann.

Mit Mobile Learning wird dem Nutzer ein zeit- und auch ortsunabhängiges Lernen ermöglicht, zum Beispiel beim Warten an der Bushaltestelle und während der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Wissen wird in kleinen Lerneinheiten vermittelt, die beispielsweise beim Einsteigen in den Bus problemlos unterbrochen und später fortgeführt werden können.

Als Gegenargument führen einige Experten vor allem die pädagogischen Restriktionen an: Durch die Beschränkung auf kleine Lerneinheiten sei Mobile Learning auch nur für begrenzte Lerninhalte geeignet. Zudem seien aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung kaum verlässliche Zukunftsprognosen für digitale Tools und Anwendungen möglich. Wer kann denn schon heute wissen, welche Mittel uns in zehn Jahren zur Verfügung stehen?

Die Ergebnisse der Untersuchungen bestätigen, dass Mobile Learning, bislang nur von wenigen Unternehmen für betriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen genutzt wird.

So werden Potenziale, welche diese Lernform bietet, wie der spontane Abruf von Informationen und Wissen sowie die Möglichkeit zeit- und ortsungebunden zu Lernen, nicht ausgeschöpft. Jedoch konnte innerhalb der empirischen Untersuchung nachgewiesen werden, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen den Erfahrungen der Arbeitnehmer(innen) und der Motivation, künftig mobile Endgeräte zur beruflichen Weiterbildung zu verwenden, existiert. Je mehr Erfahrungen eine Person demnach mit E-Learning bzw. Mobile Learning gesammelt hat, desto höher ist ihr Interesse sich auch in Zukunft mit mobilen Endgeräten fortzubilden.

Das kurze Fazit: der Markt ist riesig und wächst ständig, die Möglichkeiten zeigen ein großes Potenzial, aber wie, wo und bei welchen Inhalten die Umsetzung sinnvoll ist, muss fallweise betrachtet werden. Wir bleiben dran!

Axel Hamann

Ihr Best Practice Institute Team

http://www.best-practice-institute.com

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